Resteverwertung – Tipps zum Kochen mit Resten 1. November 2016

Von Ebru Essen

Resteverwertung: Lebensmittelreste

Ein afrikanisches Sprichwort sagt, dass „viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, das Gesicht der Welt verändern können“. Ein Sprichwort, dass zu vielen Situationen des Alltags passt, denn oft müssen wir gar nicht viel tun, um etwas Großes zu bewirken. So auch bei der Lebensmittelverschwendung.

Bei HelloFresh gehen wir beispielsweise sehr umsichtig mit unseren Lebensmitteleinkäufen um. In unseren Kochboxen schicken wir Euch nur so viel, wie Ihr tatsächlich zum Kochen unserer leckeren Gerichte braucht.
Aber wer kennt es nicht, im Allgemeinen haben wir trotzdem jede Woche viel Essen übrig, das am Ende in der Tonne landet. Es sind etwa 80 kg Lebensmittel, die jeder von uns jährlich in den Müll schmeißt – unter anderem auch vieles, das noch genießbar wäre.

Tatsächlich helfen schon „viele kleine Dinge“, diese Abfälle zu reduzieren.

Das könnt Ihr tun:

Checkt zum Beispiel vor jedem Einkauf Eure Vorräte, um zu vermeiden, dass Ihr doppelt so viel habt, wie Ihr braucht. Aus Abendessen wird ganz schnell und einfach ein Lunch am nächsten Tag! Und ein Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht immer gleich ein „Ablaufdatum“. Vertraut auf Eure Sinne! Was gut riecht und aussieht, ist meistens auch noch genießbar.

Aber vor allem: Werdet kreativ! Denn mit Essensresten kann man vielseitig und ausgezeichnet kochen. So sorgt Ihr zu Hause für die optimale Resteverwertung.

Resteverwertung von Obst und Gemüse

Resteverwertung: Obst und GemüseResteverwertung: Auberginencreme

Fangen wir doch mit Obst-, Gemüse- und Kräuterresten an! Denn da ist noch viel rauszuholen. Im Kühlschrank schrumpeln noch ein paar Möhren oder Paprika? Gemüsereste sind eine tolle Basis für verschiedene Suppen oder Aufläufe. Da gibt es wahnsinnig viele Kombinationsmöglichkeiten! Probiert doch unsere leckere Kürbissuppe! Habt Ihr noch Champignons übrig? Dann ist hier die richtige „Reste-Suppe“ für Euch.

Mein persönliches Lieblingsrezept für übrig gebliebene Auberginen ist eine leckere Auberginencreme! Hier habt Ihr auch direkt das Rezept zum Selbermachen.

Rezept für 1 Portion Auberginencreme


Zutaten

  • 2 Auberginen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Sesampaste
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chiliflocken
  • 1 EL Olivenöl
  • gehackte Petersilie zur Dekoration

Zubereitung

  1. Backofen auf höchste Stufe schalten. Auberginen waschen und mit Gabel einstechen. Auf dem Backblech etwa 30 Minuten backen, bis sich die Schale leicht einstechen lässt.
  2. Auberginenfleisch auskratzen. Mit Sesampaste, Zitronensaft und Olivenöl in einen Mixer geben.
  3. Knoblauch dazu pressen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie fein hacken und unterrühren.

Resteverwertung: Smoothie

Überreifes Obst eignet sich nicht mehr dazu, herzhaft reinzubeißen? Verständlich – aber nutzt sie trotzdem, zum Beispiel für süße Apfelpfannkuchen oder verschiedene Chutneys und Marmeladen. Was im Zweifel immer gut ankommt, ist ein leckerer Smoothie aus Obstresten! Hier findet Ihr verschiedene Rezepte, zum Beispiel das unseres Triple-O Smoothies.

Mein kleiner Kräuter-Tipp: Kräuter jeder Art lassen sich prima zu Quark oder Butter weiterverarbeiten. Wenn es aber schnell gehen muss, schnibbelt sie klein und friert sie ein. Dann könnt Ihr sie immer wieder zum Würzen frischer Gerichte aus der Truhe holen!

Resteverwertung von Nudeln, Kartoffeln, Fleisch und Brot

Resteverwertung: Nudeln, Kartoffeln und BrotResteverwertung: Bratenreste

Auch, wenn Ihr zu viele Kartoffeln oder Nudeln gekocht habt, gibt es super Weiterverarbeitungsmöglichkeiten. Nudeln, die eigentlich am nächsten Tag pappig-klebrig werden, schmecken wie frisch gekocht, wenn Ihr sie nochmal für 10 kurze Sekunden in kochendem Wasser ziehen lasst. Soße dazu und fertig. Kartoffeln machen sich gut als Suppeneinlage oder als knusprige Bratkartoffeln – lecker!

Es gabt etwas zu Feiern und Ihr habt einen leckeren Braten zubereitet, aufgegessen wurde er aber leider nicht? Kein Problem, Reste von Fleisch schmecken am nächsten Tag prima auf Brot. Verfeinert das Ganze noch mit Salat oder Ei und fertig ist ein leckeres Sandwich.

Resteverwertung: Arme Ritter

Last but not Least: Was macht man am besten mit Brotresten? Mein liebstes Frühstück! Und Mittagessen und Abendessen. Arme Ritter. Für alle, die das Rezept noch nicht im Blut haben, hier die Anleitung zum Nachmachen.

Rezept für 4 Scheiben Arme Ritter


Zutaten

  • 1 Ei
  • 250 ml Milch
  • Zimt und Zucker zum Bestreuen
  • Öl zum Braten

Zubereitung

  1. Das Ei mit der Milch verquirlen. Die Brotscheiben gut darin einweichen lassen.
  2. Inzwischen das Öl in einer Pfanne auslassen. Die Brotscheiben in der Butter goldbraun braten, bis sie von beiden Seiten knusprig sind. Noch heiß mit Zucker und Zimt bestreuen und warm servieren.

 

Heutzutage ist es sehr wichtig, dass wir alle bedacht mit unseren Lebensmitteln umgehen. Denn manchmal ist die Hülle und Fülle bei uns zu Hause einfach zu selbstverständlich. Und es ist gar nicht so schwer, etwas an der allgemeinen Lebensmittelverschwendung zu verändern – wenn nur viele Leute viele kleine Dinge dafür tun!

Viel Spaß bei der Resteverwertung bei Euch zu Hause,
Eure Ebru

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6 Kommentare

Vanessa sagt:

Es gibt dazu sogar eine App 😉
„Zu gut für die Tonne“
Da findet man Rezepte zu Sachen, die übrig in und welches Lebensmittel man wie lagern sollte und wie lange es essbar ist.

Ebru sagt:

Liebe Vanessa,

danke für Deinen Kommentar! Und für den super Tipp. So ein Tool kann definitiv nicht schaden.
Und wenn doch kein tolles Rezept dabei ist, weiß man ja, wo man noch stöbern kann. 😉

Liebe Grüße
Ebru

Daniel Mapalu sagt:

Hi,
toller Beitrag. Würde ich gerne auf der Fanpage von Mapalu teilen, geht das in Ordnung?
Den Hinweis mit der App von „Zu Gut für die Tonne“ hätte ich auch gegeben, wenn Vanessa nicht schneller gewesen wäre. 😉

Gruß
Daniel

Ebru sagt:

Hi Daniel,

lieben Dank für Deinen Kommentar – und ja, Du kannst gerne auf unseren Blogpost verlinken bzw. den Post auf der Fanpage teilen!
Melde Dich einfach, wenn Du noch irgendetwas brauchst. 🙂

Liebe Grüße,
Ebru

Claus sagt:

Super Idee, die Reste kreativ zu verwerten! 🙂

Und diese Auberginen Creme muss wohl auch spitzenklasse sein! 😀

Cooler Beitrag, danke dafür 😛

LG Claus

Ebru sagt:

Hi Claus,

lieben Dank für Deinen Kommentar!
Ja, die Auberginencreme ist mein absoluter Liebling – das Rezept solltest Du unbedingt mal ausprobieren. 🙂

Lass mich wissen, ob’s geschmeckt hat. 😉

Liebe Grüße
Ebru

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