Apfelsaft selber machen im goldenen Herbst 28. September 2018

Von Elisabeth Unsere Rezepte

„Das sind viel zu viele Äpfel! Keine Ahnung, was ich mit denen alles machen soll“, berichtet meine Freundin Anja am Telefon. Hast Du es auch mitbekommen? In diesem Jahr fällt die Apfelernte richtig üppig aus und vielerorts gibt es sogar „zu viele“ Äpfel. Ich bin bereits mehrfach an Stellen vorbeigekommen, wo eine ganze Apfelernte einfach auf einer Wiese oder am Wegesrand entsorgt wurde. Schade eigentlich – denn aus Äpfeln kann man so tolle, herbstliche Sachen zaubern. Darum geht es heute darum, wie Du Apfelsaft selber machen kannst.

Apfelsaft selber machen im goldenen Herbst

Apfelsaft selber machen mit der eigenen Ernte

Wenn Du auch zu den glücklichen Personen zählst, die einen Apfelbaum im Garten stehen haben, dann hast Du bestimmt auch schon die reichliche Ernte in diesem Jahr bestaunt, oder?
Gerade hört und liest man es ja überall: Die Apfelernte beginnt früher als üblich und die Bäume tragen reichlich Früchte. Auch auf den Streuobstwiesen gibt es Äpfel in Hülle und Fülle. Apfelsaft selber machen bietet sich darum perfekt an, um den „überschüssigen“ Bestand etwas auszudünnen und vielleicht nicht ganz so schöne Äpfel zu verwerten.

Die eigene Ernte eignet sich perfekt für Apfelsaft

Dass Du auch die Äpfel mit kleinen Makeln verwerten oder zumindest ernten solltest, wird nämlich hoch empfohlen. Denn: Die Apfelbäume haben unter der Last der vielen Früchte auch Probleme. Wässere Deine Bäume darum regelmäßig und ernte die Früchte – sonst kann es passieren, dass die tragenden Äste bei einem der uns bekannten Herbststürme abbrechen. Schade und unnötig, wie ich finde. Egal ob Apfelmus, Apfelsaft, Apfel-Chutney oder Kompott – aus nicht so schönen Äpfeln kannst Du jede Menge leckerer Sachen herstellen. Also ran an die Apfelbäume und den Kochtopf!

Apfelsaft

Wichtigste Grundregel beim Apfelsaft selber machen

Auch wenn Du beim Apfelsaft selber machen nicht ganz so schöne Äpfel verwerten kannst – Finger weg von Äpfeln mit schimmeligen Stellen. Die Schimmelsporen breiten sich in Lebensmitteln, die viel Flüssigkeit enthalten nämlich gerne aus und können so Deiner Gesundheit schaden. Außerdem ist klar: Wenn die Qualität der Ausgangsrohstoffe nicht stimmt, leidet auch die Qualität des Endprodukts -also Deines Apfelsafts- darunter. Eine eingedrückte Stelle oder ein beschädigter Apfel sind an sich aber kein Problem, diese kannst Du einfach großzügig entfernen beim Apfelsaft selber machen.
Außerdem wichtig: Der Geschmack Deines Apfelsafts hängt von der verwendeten Apfelsorte ab. Hier kannst Du also kreativ werden und kombinieren oder sortenrein verarbeiten. Ganz wie Du es magst.
Achte auch darauf, dass die Glasflaschen, in die Du den Apfelsaft füllst absolut sauber und keimfrei sind. Wie Du Glas und Glasflaschen sterilisieren kannst, kannst Du hier nachlesen.

So presst Du den Apfelsaft richtig aus

Kinderfreundlich: Apfelsaft selber machen

Kindern den Umgang mit Lebensmitteln näherbringen und sie zum Selbermachen animieren ist eine coole Sache! Darum haben wir ein absolut kinderfreundliches Rezept für unseren Apfelsaft ausgesucht, für das Du noch nicht einmal eine Saftpresse oder einen Entsafter brauchst. Lediglich zwei große Töpfe, ein feines Sieb sowie ein sauberes Tuch benötigst Du zum Apfelsaft selber machen. Falls nach der Saftherstellung übrigens der kleine Hunger aufkommt – probiert doch einmal unsere Müsliriegel 😉 .

Rezept zum Apfelsaft selber machen

Unser Apfelsaft

Menge: 2 Liter

Zutaten

  • 4 kg Äpfel
  • 2 L Wasser
  • Zitronensaft nach Bedarf
  • Zucker oder Honig nach Bedarf
  • ½ Pck Einmachhilfe

Zubereitung

  1. Äpfel waschen, entkernen und vierteln, dann Viertel nochmals quer durchschneiden.
  2. Apfelstücke in einen großen Topf geben und mit Wasser auffüllen. Alle Apfelstücke sollten leicht mit Wasser bedeckt sein. Alles für 20 Min. bei mittlerer Hitze köcheln. Sieb in den zweiten großen Topf hängen und das Geschirrtuch hineinlegen.
  3. Weiche Apfelmasse durch das Sieb schütten und abtropfen lassen, dann kräftig auswringen. Saft bei Bedarf mit Zucker, Honig und Zitronensaft abschmecken, dann erneut für 15-20 Min. köcheln. Bildet sich eine Schaumkrone, diese mit einer Schöpfkelle abnehmen.
  4. Zuletzt Einmachhilfe zum Saft geben und kräftig verrühren. Heißen Saft in die sterilisierten Flaschen schütten (benutze hierfür einen Trichter). Fest verschließen, dann dunkel und kühl lagern. Bei richtiger Herstellung und Lagerung hält sich der Saft bis zu einem Jahr.

Schritt 3

Apfelsaft selber machen ist mit diesem Rezept einfach super einfach! Perfekt geeignet ist der selbstgemachte Apfelsaft übrigens als heißer Apfelpunsch im Winter. Koche den Saft einfach mit etwas Zimt und ein paar Nelken auf – fertig! Meine Mama hat diesen einfachen Punsch früher oft für mich gekocht – meistens mögen Kinder diese Art Punsch lieber als Punsch auf Holunderbeerenbasis.
Für Erwachsene bietet sich, wenn Du Lust darauf hast, die klassische Kombi mit einem Schuss Amaretto an – koche diesen aber nicht mit 😉 .
Du hast schon Apfelsaft gemacht, aber immer noch zu viele Äpfel? Meiner Freundin Anja geht es ganz genauso. Ich habe ihr darum noch unsere Apfelchips und Apfel-Hafer-Kekse empfohlen. Vielleicht magst Du die ja auch ausprobieren?

Liebe Grüße
Elisabeth

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3 Kommentare

Petra sagt:

Was hat dieses Rezept bitteschön mit Apfelsaft zu tun?? In einen Apfelsaft gehören weder Pektin noch Wasser noch ein Süßungsmittel.

Sandra sagt:

Ich finde es wird ein guter Apfelsaft daraus! Wenn man keine Presse daheim hat und gleichzeitig sicher gehen will, dass der Saft nicht frühzeitig verdirbt, ist die Zugabe von Wasser und einer Einmachhilfe, wie Sorbinsäure, durchaus eine Option. Meine Großeltern haben die Einmachhilfe für alle eingemachten Sachen gebraucht, die keinen Vakuumverschluß gebildet haben.
Zucker (und Säure als Gegenspieler) sind ja nur eine Option, je nachdem wie man es lieber mag. Liebe Grüße

Natascha sagt:

Hey Petra, jeder kann ja seinen Apfelsaft so herstellen, wie man mag oder? Du kannst ja sicherlich andere Rezepte verwenden, es zwingt dich ja niemand dieses Rezept zu benutzen 🙂 Ich habe dieses Rezept letztens ausprobiert, da ich kein Problem mit den Zutaten hatte und war sehr begeistert 🙂 LG Natascha

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