Rotkohl kochen – Hilfreiche Tipps und leckere Rezeptideen

26. Juni 2024
Von HelloFresh Kochen & Backen

    Rotkohl gilt als typisches Winter- und Herbstgemüse, schmeckt aber nicht nur in der kalten Jahreszeit. Er lässt sich sehr vielfältig zubereiten und ist mit seinen dunkelroten Blättern ein echter Blickfang. Um das volle Geschmackserlebnis zu genießen, ist die richtige Zubereitung wichtig, denn grauer, matschiger Rotkohl ist weder ein optisches noch ein kulinarisches Highlight. Im Folgenden erfährst Du, wie Du Rotkohl kochen kannst, um daraus kreative Gerichte zu zaubern.

     

    Wie kann man Rotkohl am besten zubereiten?

    Rotkohl ist in der deutschen Länderküche sehr beliebt und es gibt verschiedene Zubereitungsarten. Ganz einfach und klassisch ist die folgende Methode:

    1. Zuerst einmal nimmst Du einen ganzen Kohlkopf und entfernst die äußeren, eventuell schadhaften Blätter.
    2. Teile den Kopf mit einem großen, schweren Messer – am besten geht das mit einem gezahnten Brot- oder Santoku-Messer – in Viertel und schneide den Strunk bei jedem Stück keilförmig heraus. Jetzt schneidest Du den Kohl mit einem Messer in schmale Streifen.
    3. Danach nimmst Du eine Zwiebel, schälst sie und schneidest sie in kleine Würfel. Eine andere Zwiebel belässt Du im Ganzen und stichst ein paar Nelken hinein.
    4. Jetzt nimmst Du einen säuerlichen Apfel, beispielsweise Boskoop, Jonagold oder Elstar, schälst ihn und schneidest ihn in gleichmäßig große Stücke. 
    5. Im Anschluss daran erhitzt Du reichlich Schmalz und dünstest darin die Zwiebeln und die Apfelstücke mit etwas Zucker an. 
    6. Danach gibst Du den geschnittenen Rotkohl in den Topf und fügst einen Schuss Balsamicoessig hinzu. So ist gesichert, dass der Kohl seine schöne rote Farbe behält.
    7. Nun gießt Du das Ganze mit 350 ml Wasser auf und gibst die mit den Nelken gespickte Zwiebel und 3 Lorbeerblätter hinein. Schmecke das Ganze mit Salz und Pfeffer ab und verrühre alles gut. Lass den Kohl bei niedriger Hitze für etwa 35 Minuten bei aufgelegtem Deckel und gelegentlichem Umrühren vor sich hinschmoren. 
    8. Jetzt prüfst Du die Garstufe des Kohls. Wenn er Dir noch zu knackig ist, lass ihn einfach weiterschmoren, bis er die gewünschte Textur hat. 
    9. Wenn der Kohl weich ist, entfernst Du die mit den Nelken gespickte Zwiebel und die Lorbeerblätter und gibst je nach Geschmack einen Spritzer Apfelsaft, Rotwein, Zucker, Salz oder Essig hinzu. Fertig!

    Für eine optimale Optik und ein besseres Geschmackserlebnis empfiehlt es sich, die im Topf verbliebene Flüssigkeit anzudicken. Dafür rührst Du etwas Speisestärke mit Wasser glatt, gibst es zu dem Gemüse und lässt alles zusammen aufkochen. Achtung! Die Speisestärke mit dem Wasser nur langsam hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. 


    Alle Kochutensilien unterscheiden sich. Es handelt sich hierbei lediglich um Richtwerte. Stelle sicher, dass die Speisen vor dem Servieren kochend heiß sind. Nicht erneut aufwärmen.

    Welche Gewürze passen am besten zu gekochtem Rotkohl?

    Es gibt eine Vielzahl an Gewürzen, mit denen Du gekochten Rotkohl verfeinern kannst.

    1. Lorbeerblätter sind eine klassische Zutat, die dem Kohl eine besonders aromatische, leicht rauchige Note verleiht.
    2. Nelken passen ausgezeichnet zu Rotkohl. Die warme, süßliche Komponente fügt dem Rotkohl eine interessante Geschmacksdimension hinzu.
    3. Zimt ist ein typisches Wintergewürz, das sehr gut mit Kohl harmoniert und seinen Geschmack wunderbar abrundet.
    4. Kümmel und Kohl ist eine exzellente Kombination. Der Kümmel neutralisiert den typischen Kohlgeschmack und macht das Gemüse leicht bekömmlicher.
    5. Wacholderbeeren bestechen durch ihr warmes Aroma und sind deshalb – ähnlich wie Zimt oder Nelken – eine sehr gute Ergänzung zu Rotkohl.
    6. Essig kann eine eventuell vorhandene Bitternote ausgleichen. Sehr gut geeignet sind Apfelessig oder Balsamicoessig, mit denen Du eine süße Komponente mit ins Spiel bringst und den Geschmack des Rotkohls optimierst.
    7. Zucker unterstreicht die natürliche Süße. Aus diesem Grund wird Rotkohl oft mit Äpfeln oder Birnen kombiniert. 

    Leckere Rezepte mit gekochtem Rotkohl 

    Rotkohl lässt sich sehr lecker und vielseitig zubereiten. Sicher kennst Du ihn als Beilage zu Fleischgerichten, beispielsweise der klassischen Entenbrust. Eine gute Alternative wäre ein schnell zubereitetes Putenbrustgulasch, das durch mit Äpfeln verfeinerten Rotkohl eine sehr angenehme, fruchtige Note erhält. Damit ist das Potenzial des leckeren Allrounders noch lange nicht ausgeschöpft. Nutze ihn doch mal, um Dein Couscous zu verfeinern und es zu einem kulinarischen Gaumenschmaus und einer Augenweide zu machen. Die süße Birne ist eine gute Alternative zum säuerlichen Apfel und fügt dem Gericht eine interessante Komponente hinzu. Hast Du Lust auf ein wirklich außergewöhnliches Geschmackserlebnis? Wie wäre es mit einer Rotkohlsuppe? Die Zubereitung ist ganz einfach: Du schneidest Rotkohlblätter, Kartoffeln und Zwiebeln in kleine Stücke und dünstest diese auf kleiner Flamme in Öl, Piment und etwas Zimt an. Nach etwa zehn Minuten löschst Du das Ganze mit Gemüsebrühe ab und schmeckst mit Balsamicoessig, Salz und Pfeffer ab. Jetzt lässt Du alles köcheln, bis das Gemüse weich ist. Danach gibst Du alles in den Mixer und pürierst es mit einem Schuss Birnen- oder Apfelsaft. Die Suppe sollte eine sämige Konsistenz haben – sollte sie zu flüssig sein, gleiche das durch die Zugabe von etwas mehr Brühe aus. Serviere das Ganze mit einem Klecks Schmand – die schöne Farbe des Rotkohls in Verbindung mit dem lieblich-herben Geschmack und dem weißen Schmand ist ein kulinarisches und optisches Erlebnis der besonderen Art. 


    Alle Kochutensilien unterscheiden sich. Es handelt sich hierbei lediglich um Richtwerte. Stelle sicher, dass die Speisen vor dem Servieren kochend heiß sind. Nicht erneut aufwärmen.

    FAQs

    Wie lange muss Rotkohl kochen?

    Die Garzeit von Rotkohl hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise der Menge, der Größe der Streifen oder dem gewünschten „Biss“. Im Allgemeinen sollte eine Schmorzeit von 30 – 45 Minuten ausreichen. 

    Kann man gekochten Rotkohl wieder aufwärmen?

    Gekochten Rotkohl kannst Du problemlos wieder aufwärmen. Manche Gourmets sind sogar davon überzeugt, dass er aufgewärmt besonders gut schmeckt. 

    Wie wird Rotkohl nicht bitter?

    Durch die Hinzugabe von Zucker, Gewürznelken, Pfeffer, Thymian oder geschmorten Zwiebeln kannst Du einer eventuell vorhandenen Bitternote des Rotkohls entgegenwirken.

    Wie bleibt der Rotkohl schön rot?

    Wenn Du den Rotkohl vor dem Kochen mit Zucker, Essig und Salz anmachst, verhinderst Du, dass die Blätter grau werden. Auch die Zugabe von etwas Rote-Bete-Saft verstärkt die schöne rote Farbe.

    Wie wird Rotkohl bekömmlicher?

    Gewürze wie Fenchel, Kümmel und Anis sind für ihre antiblähende und magenfreundliche Wirkung bekannt. Wenn Du den Rotkohl zusammen mit diesen Gewürzen schmorst, machst Du ihn bekömmlicher und unterstreichst seinen guten Geschmack.


    Lebensmittel unterscheiden sich. Die auf den Lebensmittelverpackungen aufgedruckten Anweisungen haben Vorrang vor denen, welche in diesem Artikel genannt werden, und müssen immer befolgt werden.
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