Nachhaltig Essen: 8 Alltagstipps für die Küche

22. August 2022
Von Catharina Wissen & Ideen

    Für unsere Umwelt, den Klimawandel und damit unsere Zukunft: Nachhaltig Essen ist mehr als ein Trend und geht uns alle etwas an. Denn immerhin beträgt der Fußabdruck eines Durchschnittsmenschen in Europa in etwa sieben Tonnen CO₂-Emissionen jährlich¹ – das entspricht rund zehn Hin-und Rückflügen von Deutschland nach New York. 

    Dabei kann jede:r Einzelne einen Beitrag zum Umweltschutz leisten – und das muss weder anstrengend, unbequem noch teuer sein! Unser Tipp vorab: Für jeden Wohnbereich gibt es andere Hacks, um ohne großen Aufwand nachhaltiger zu leben. Wir fangen daher in der Küche an und verraten Dir acht Tricks für einen nachhaltigen Umgang mit Ernährung und Lebensmitteln!

    Nachhaltig Essen: Rezepte

    In diesem Artikel erfährst Du mehr über:

    • 1. Lebensmittel richtig einkaufen 
    • 2. Ernährung ohne Fleisch: Go veggie! 
    • 3. Weniger ist mehr – Nachhaltig Essen durch Foodwaste-Vermeidung 
    • 4. Augen auf bei der Wahl der Verpackung
    • 5. Upcycling: Verpackungen ein neues Leben schenken 
    • 6. Auf langlebiges Küchenzubehör setzen
    • 7. (Leitungs-)Wasser marsch!
    • 8. Müll richtig trennen

    1. Lebensmittel richtig einkaufen 

    Vor allem frische Lebensmittel haben häufig eine wochenlange Reise hinter sich, bis sie im Supermarkt in den Einkaufskörben landen. Nach der Ernte wird Obst und Gemüse oft erstmal weitertransportiert, um dann aussortiert, gründlich gewaschen und aufbereitet zu werden. Danach geht es in der Regel in ein Verteilungslager und von dort in ein Schiff oder Flugzeug, um in die jeweiligen Supermärkte transportiert zu werden. Die Transportentfernung, die Lebensmittel generell zurücklegen, nennt man „Food Mile“.

    Deutlich kürzer wird diese Food Mile, wenn man stattdessen regional kauft. Was aber tun, wenn man weder Hof noch Wochenmarkt in nächster Nähe hat und dennoch auf eine klimafreundliche Ernährung achten möchte? Ein Stichwort: Kochboxen! HelloFresh ist der weltweit erste klimaneutrale Kochbox-Anbieter. Sämtliche unserer direkten CO₂-Emissionen, die durch interne Betriebsabläufe, Standorte, Lieferungen inkl. der anfallenden Verpackungsmaterialien entstehen, werden kompensiert. Zusätzlich kannst Du Deinen ökologischen Fußabdruck auch ganz bewusst im HelloFresh Menü senken: Halte einfach Ausschau nach Gerichten mit der Kennzeichnung “Klimahelden” – diese weisen den geringsten CO₂-Fußabdruck im Menü auf. Hier werden die Treibhausgasemissionen für jede Zutat berechnet – Produktion, Weiterverarbeitung und Transport machen den größten Anteil aus.

    Nachhaltig Essen: Regional Einkaufen

     

    2. Ernährung ohne Fleisch: Go veggie! 

    Neben dem wo und wie, kann auch was im Einkaufskorb landet, für mehr Nachhaltigkeit in der Küche sorgen. Laut des „Jugendreports zur Zukunft nachhaltiger Ernährung“ der Georg-August-Universität in Göttingen wird dieses Thema auch für junge Menschen immer wichtiger:

    • 69 Prozent der 15- bis 29-Jährigen gaben an, dass ihnen gesundes Essen wichtig ist. 
    • Ebenso viele fordern, dass der Staat klimafreundliche Ernährung unterstützen soll.
    • Ganze 40 Prozent hinterfragen ihren eigenen Fleischkonsum bereits kritisch, 12 Prozent haben ihn komplett eingestellt.

    Weniger Fleisch zu essen ist dabei die wichtigste Umstellung: Denn Fleischesser:innen verursachen einen höheren CO₂-Ausstoß als Menschen, die eher darauf verzichten. Gerade Wiederkäuer, wie Kühe, setzen viel CO₂ frei. Als Beispiel: Pro Kilo Rindfleisch werden umgerechnet circa 13,3 Kilo CO₂ ausgestoßen, bei einem Kilo Tomaten dagegen nur 0,2 Kilo CO₂. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass man komplett auf den Konsum von Fleisch verzichten muss. Wie so oft gilt auch hier: Alles in Maßen!

    Übrigens: Bei uns findest Du jede Woche viele nachhaltige vegetarische und vegane Rezepte, mit denen die Umstellung ganz leicht geht – und die Rezepten mit Fleisch in Nichts nachstehen. 

    3. Weniger ist mehr – Nachhaltig Essen durch Foodwaste-Vermeidung 

    Hast Du schon den Dreh raus, wie viel Pasta oder Reis die perfekte Menge für eine Person ist? Oder bleibt am Ende häufig noch ein Berg Leftovers übrig, der nach drei Tagen in den Müll wandert? 

    Das Kochen der richtigen Menge hat einen großen Effekt auf die Umwelt: Denn Lebensmittelverschwendung ist für acht bis elf Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich². Die Arbeit abnehmen kann Dir auch hier die HelloFresh Kochbox mit grammgenau vorportionierten Zutaten. Denn eine weltweite Studie³ in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Instituts hat belegt, dass bei Kund:innen, die ihr Abendessen mit einer Kochbox von HelloFresh zubereiten, ein Drittel weniger Lebensmittelabfälle angefallen sind

    Nachhaltig Essen: Grammgenaue Zutaten

    4. Augen auf bei der Wahl der Verpackung

    Apropos Müll vermeiden: Nachhaltig Essen bedeutet nicht nur Lebensmittel möglichst wenig bis gar nicht wegzuwerfen, sondern auch auf Verpackungen zu achten. Gerade Plastik wird nicht abgebaut und stellt mittlerweile ein großes Umweltproblem dar. Deswegen ist im Sommer 2021 auch das EU-Plastikverbot in Deutschland in Kraft getreten. Doch auch schon davor haben bereits viele Supermärkte Alternativen wie Papier- und kompostierbare Tüten oder wiederverwendbare Beutel angeboten.

    Übrigens: Auch die Versandbox der HelloFresh Kochbox ist zu 100% recycelbar – sogar der Aufdruck ist wasserbasiert. Auch die Zutatentüten inkl. Verschlussetikett lassen sich ganz einfach über die Papiertonne recyceln.

    5. Upcycling: Verpackungen ein neues Leben schenken 

    Wenn Du Ressourcen wie Verpackungen weiter nutzt, verlängerst Du Ihre Nutzungsdauer, was wiederum ihren ökologischen Fußabdruck verkleinert. Außerdem kannst Du hier einiges an Geld sparen. Hier kommen ein paar unserer Lieblingsideen – der Kreativität sind dabei aber natürlich keine Grenzen gesetzt:

    • Gläser mit Schraubdeckeln eignen sich super zur Weiterverwendung als Einmachgläser oder je nach Größe zum Transport von Deinem Frühstück, wie z.B. Müsli oder auch Salaten. Mit Kerzen lassen sie sich super zu stylischen Windlichtern umfunktionieren.
    • Größere Papierkartons, wie auch unsere HelloFresh Versandbox, kannst Du sehr gut zum Aufbewahren und Sortieren von Dingen zuhause, für den Weiterversand oder für kreatives Upcycling als Spielzeug nutzen.
    • Papiertüten – wie vom Bäcker oder unsere HelloFresh Zutatentüten – kannst du einfach als Lunchbag oder Pflanzenumhüllung weiter nutzen.
    • Und auch die HelloFresh Kühltasche und Eispacks eignen sich gemeinsam ideal als Weinkühler. Danach kannst Du mit den geschmolzenen Kühlpads Deine Pflanzen gießen und mit der Papierkühltasche Kissen füllen.

     

     Nachhaltig Essen: Upcycling

    6. Auf langlebiges Küchenzubehör setzen

    Der Verzicht auf Plastik geht auch bei der Wahl der Küchenaccessoires weiter: Nachhaltigkeit bedeutet hier nicht nur eine umweltfreundliche Herstellung der Produkte, sondern auch eine lange Nutzungsdauer. Und auch für die Gesundheit ist es besser: Denn bei heißen Temperaturen können Plastikteile ins Essen gelangen. Als Alternative zu Plastik eignen sich diese Materialien für Küchenhelfer besonders:

    Edelstahl

    Edelstahl ist ein sehr stabiles Material und daher extrem langlebig. Zudem lassen sich Produkte aus Edelstahl einfach reinigen und sterilisieren. Von Küchenhelfern über Schüsseln bis hin zu Sieben – die Produktvielfalt aus Edelstahl ist groß. Uns wundert es daher auch nicht, dass die meisten Industrie-Küchen vor allem auf Edelstahl setzen.

    Holz

    Das Naturmaterial Holz ist nicht nur nachhaltig, sondern auch antibakteriell. Gerade als Pfannenwender ist es sehr schonend und sorgt für eine lange Freude an der Pfanne. Aber auch in Form von Schneidebrett, Kochlöffel oder Teigwalze ist es bei der richtigen Pflege sehr langlebig – und sorgt obendrein für warme, trendige Akzente in der Küche.

    Keramik

    Auch Keramik besteht aus natürlichen Rohstoffen, ist chemikalienfrei, robust und lässt sich leicht reinigen. Zudem kann man durch den Kauf von handgemachten Produkten oft kleine Kunstbetriebe unterstützen.

    Glas

    Bei einem vorsichtigen Umgang kann das zerbrechliche Material Glas viel mehr als nur ein Trinkglas sein: Egal ob in Form von Aufbewahrungsgläsern, Messbechern, Strohhalmen oder Teekannen und Wasserkochern – Glas ist vielseitig einsetzbar und, falls es doch einmal zu Bruch gehen sollte, besonders gut recycelbar.

    7. (Leitungs-)Wasser marsch!

    Leitungswasser ist 586-mal klimafreundlicher als stilles Mineralwasser! Das hat das Berliner Audit-Unternehmen GUTcert im Auftrag von a tip:tap e.V. herausgefunden, indem die Treibhausgasbilanz von stillem Mineralwasser und Trinkwasser verglichen wurde. Der Studie zufolge fallen pro Liter Flaschenwasser durchschnittlich 202,74 Gramm CO₂ an – für Leitungswasser dagegen nur 0,35 Gramm. 

    Eigentlich bräuchtest Du an dieser Stelle keine Gründe mehr, um künftig von der Flasche auf den Hahn umzusteigen. Falls aber doch, kommen hier noch zwei weitere: Erstens ist Wasser aus der Leitung mit rund einem halben Cent pro Liter unschlagbar günstig und zweitens musst du keine schweren Flaschen mehr die Treppen hochschleppen. Also Win-win!

    Nachhaltig Essen: Goldenes Curry mit Leitungswasser

    8. Müll richtig trennen

    Bei allem, das nicht weiterverwendet werden kann, ist die richtige Entsorgung wichtig. Denn wie jede:r Einzelne von uns den Müll trennt, hat Auswirkungen auf das gesamte Recycling-System.

    Starter-Tipp: Lege am besten sofort damit los, Dich bei Deinen lokalen Müllabfuhrwerken zu informieren, welcher Müll in welche Tonne gehört. Denn von Region zu Region kann es kleine Unterschiede bei der Mülltrennung geben. Die Übersicht kannst Du Dir als Erinnerung über Deine Abfalleimer hängen.

    Alle Behälter, die Du täglich verwendest, also Papier-, Plastik-, Bio- und Restmüll, stehen am besten direkt in der Küche, wo Du den Abfall mit nur einem Handgriff wegschmeißen kannst. Altglas und Pfandflaschen sammelst Du idealerweise direkt in Tüten, Taschen oder Körben zum Weitertransport.

    Nachhaltig Essen: Mülltrennung

    Fazit: So einfach geht Nachhaltig Essen

    Nachhaltigkeit in der Küche ist also ganz einfach in den Alltag integrierbar und nach einer kurzen Phase der Umgewöhnung ist die Umsetzung unserer Tipps so selbstverständlich geworden, dass Du gar nicht mehr darüber nachdenken musst – versprochen! Also leg am besten gleich los und freue Dich über all diese großen Vorteile:

    • Du verkleinerst Deinen ökologischen Fußabdruck und machst unseren Planeten zu einem besseren Ort.
    • Du sparst Geld.
    • Du kannst Deine gesparte Zeit für andere Aktivitäten nutzen.

    Quellen:

    ¹ Vgl. Quaks: So groß ist der Anteil unserer Ernährung an den Treibhausgas-Emissionen:
    https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/so-gross-ist-der-anteil-unserer-ernaehrung-an-den-treibhausgasen/

    ² Vgl. HelloFresh: Nachhaltigkeitsbericht 2020:
    https://ir.hellofreshgroup.com/download/companies/hellofresh/Annual%20Reports/HF_Sustainability-Report-2020_DE.pdf 

    ³ Vgl. Global Food Waste Study:
    https://cdn.hellofresh.com/gb/cms/Sustainability/Summary_GlobalFoodWasteStudy.pdf

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