Kokosnuss öffnen: Tricks & Anleitungen

25. Oktober 2023
Von Nadine F. Kochen & Backen

    Ob es sich um eine junge Trink-Kokosnuss, die noch grün ist, oder um die haarig-braune Variante aus dem Supermarkt handelt: Wenn Du eine frische Kokosnuss knacken möchtest, stehst Du nicht selten vor der Frage, wie und mit welchen Hilfsmitteln Du eine Kokosnuss richtig öffnen kannst? Hier erfährst Du, worauf es beim Knacken der Köstlichkeit ankommt, und findest hilfreiche Tipps zum Öffnen der Kokosnuss – von der Anleitung zum Knacken mit geeignetem Werkzeug bis hin zum Kokosnuss-Öffnen im Backofen. Oder wenn Du eine Mikrowelle zu Hause hast, kannst Du auch diese  zu Hilfe nehmen. Also ran an die Kokosnüsse!

    Kleine Warenkunde vor dem Kokosnuss-Knacken

    Der Name der Kokosnuss ist ganz schön irreführend. Es handelt sich aus botanischer Sicht gar nicht um eine Nuss. Vielmehr ist sie eine Steinfrucht, wie es beispielsweise auch Kirschen, Aprikosen oder Mangos sind.

    Bei uns sind in der Regel zwei unterschiedliche Arten von Kokosnüssen erhältlich: Große, junge Trink-Kokosnüsse und feste, behaarte Kokosnüsse zum Knacken und Essen, die deutlich kleiner sind.

    • Bei der Trink-Kokosnuss handelt es sich um eine Kokosnuss mit Schale, die frühzeitiger als ihre haarig-braunen und wesentlich festeren Verwandten geerntet wurde. Meist sind Trink-Kokosnüsse grün, leicht orange oder rötlich gefärbt. Sie enthalten mehr Kokoswasser als die reiferen, harten Kokosnüsse, die zum Essen vorgesehen sind. Aufgrund ihrer weicheren Schale sind Trink-Kokosnüsse in jedem Fall leichter zu knacken.
    • Bei den braunen, von Fasern ummantelten Kokosnüssen zum Knacken handelt es sich tatsächlich nur um den Kern reifer Kokosnüsse. Ein Großteil der Schale wird noch vor dem Export entfernt, da getrocknete Kokosfasern als wertvoller Rohstoff begehrt sind. Übrigbleiben nach dem Ernten nur wenige Fasern, die für die typisch haarige Optik der zum Essen gedachten Kokosnüsse sorgen.
    Gut zu wissen: Kokosfasern werden beispielsweise als Füll- oder Dämmmaterial weiterverarbeitet. Auch im Gartenbau werden sie gern genutzt, etwa als Zugabe für Blumenerde oder für Pflanztöpfe.

    Ließe man die Schale junger Trink-Kokosnüsse trocknen, würden auch sie im Laufe der Zeit die haarige Faserstruktur entwickeln, die wir mit Kokosnüssen in Verbindung bringen. Ob zum Trinken oder zum Verzehr: Worauf es beim Öffnen einer Kokosnuss ankommt, erfährst Du in den folgenden Abschnitten.

    So lässt sich eine Trink-Kokosnuss öffnen

    In ihrer tropischen Heimat werden Trink-Kokosnüsse meist mit einer Machete oder einem sehr scharfen, großen Messer geöffnet. Mit ein paar Tricks gelingt Dir auch zu Hause, die Kokosnuss zu knacken:

    • Verwende ein scharfes Messer, um zunächst die Blüte der Kokosnuss abzutrennen. An dieser Stelle ist die Schale etwas dunkler und weicher, sodass Dir das Öffnen der Kokosnuss hier leichter fällt.
    • Am besten zapfst Du eine Trink-Kokosnuss von oben an. Dafür eignen sich beispielsweise ein Schraubenzieher oder ein Apfelausstecher. Spezielle Zapfhähne für Trink-Kokosnüsse kannst Du aber ebenfalls verwenden. Auch ein Nagel oder ein spitzes Messer sind geeignet.
    • In der Regel kannst Du die Schale ohne allzu große Mühe mit dem Werkzeug Deiner Wahl durchbrechen. Ein (Gummi-)Hammer kann bei großem Widerstand hilfreich sein. Die Kokosnuss solltest Du zum Öffnen in jedem Fall gut fixieren, damit sie nicht wegrutscht und Du Dich womöglich dabei verletzt!
    • Möchtest Du das Kokoswasser mit einem Strohhalm direkt aus der Nuss trinken, brauchst Du nur ein Loch in die Schale zu bohren. Willst Du das Wasser lieber aus einem Glas trinken, bohre am besten ein zweites Loch. So gelingt das Ausschenken bzw. Abgießen leichter, da Luft in die Schale hineingelangen kann und für den nötigen Druckausgleich sorgt.
    Übrigens: Je nach Größe, Sorte, Herkunft und Saison enthält eine Trink-Kokosnuss bis zu 800 Milliliter Kokoswasser. Am meisten enthalten Nüsse, die während der Regenzeit geerntet werden.

    Bei jungen Kokosnüssen ist das Fruchtfleisch noch weich und geleeartig. Mit zunehmender Reife wird es fester und nimmt an Dicke zu. Aus diesem Grund lassen sich die zum Essen vorgesehenen, haarigen Nüsse auch schwerer öffnen als Trink-Kokosnüsse.

    Kokosnuss öffnen – erprobte Tricks, um eine Kokosnuss richtig zu öffnen

    Bei der braunen Kokosnuss, die bei uns in vielen Supermärkten angeboten wird, gehst Du wie folgt vor:

    • Zum Knacken der Kokosnuss verwendest Du am besten einen möglichst spitzen Gegenstand, etwa einen Korken- oder Schraubenzieher oder auch einen großen, stabilen Nagel. Ein spitzes Messer ist ebenfalls ein probates Hilfsmittel zum Kokosnuss-Aufmachen. Es gibt zudem spezielle Öffner für Kokosnüsse.
    • Mit einem Hammer schlägst Du nun das Hilfsmittel Deiner Wahl zum Kokosnuss-Öffnen in die größte der drei Vertiefungen, die sich an der Oberseite der Kokosnuss befinden. Es handelt sich hierbei um die Keimlöcher. Das größte ist meist auch das labilste und lässt sich am einfachsten durchbohren.
    • Nun kannst Du eventuell noch in der Nuss vorhandenes Kokoswasser abgießen. Bohrst Du dafür ein zweites Loch in eine weitere der drei Vertiefungen, klappt das Abschütten noch leichter.
    • Taste mit den Fingern an der Längsseite der Kokosnuss entlang – so gelangst Du zur dicksten Stelle in der Mitte der Frucht, dem sogenannten „Kokos-Äquator“. Dies ist der Punkt, an dem die Frucht am leichtesten auseinanderzubrechen ist.
    • Lege die Kokosnuss zum Knacken auf einen möglichst harten, unempfindlichen Untergrund, etwa auf den Boden der Terrasse oder des Balkons.
    • Schlage nun mit dem Hammer so lange auf den „Kokosnuss-Äquator”, bis die Schale der Kokosnuss nachgibt.
    • Ist die Kokosnuss offen, lässt sich das Fruchtfleisch am besten mit einem scharfen Messer von der Schale lösen.
    Tipp: Noch leichter geht das Ablösen des Kokosfleisches, wenn Du die geöffnete Nuss bei 180 Grad für eine Viertelstunde in den Backofen legst. Von kleineren Stücken löst sich das Fleisch nach einer halben Stunde im Tiefkühlfach besonders leicht.

    Kokosnuss öffnen ohne Hammer

    Wer keinen Hammer zur Hand hat und sich dennoch ans Kokosnuss-Öffnen heranwagen möchte, kann die Nuss mit etwas Geduld und Geschick auch ganz ohne Werkzeug knacken.

    Das Öffnen einer Kokosnuss ohne Hammer ist so rudimentär wie einfach: Schlage die Nuss mehrfach auf einen festen Stein oder auf die Straße. Am besten setzt Du hierfür am Bauch der Nuss – dem Äquator – an und drehst nach jedem Schlag ein klein wenig weiter, bis die Schale nachgibt. Ein Stein anstelle eines Hammers kann als Kokosnuss-Knackwerkzeug ebenfalls gute Dienste leisten.

    Kokosnuss öffnen im Backofen

    Möchtest Du Dir das mühsame Öffnen mithilfe von Werkzeug oder das etwas schwierige Aufschlagen ersparen, kannst Du eine Kokosnuss auch im Backofen öffnen.

    Dafür gibst Du die Nuss bei 200 Grad für 15 bis 20 Minuten in den Ofen. Dann springt die Schale durch die Hitze von selbst auf. Diese Methode solltest Du allerdings nur anwenden, wenn Du die Kokosnuss vorher aufgebohrt und das Kokoswasser ausgeschüttet hast.

    Kokosnuss öffnen in der Mikrowelle

    Tatsächlich lässt sich eine Kokosnuss sogar in der Mikrowelle öffnen. Dafür bohrst Du zunächst ein beziehungsweise zwei Ablauflöcher für das Kokoswasser in die Nuss. Dieser Schritt ist unbedingt notwendig, da sonst eine Explosionsgefahr besteht!

    Anschließend legst Du die Kokosnuss für etwa drei Minuten bei 800 Watt in die Mikrowelle. So sollte die Schale aufspringen und Du kannst das Fruchtfleisch herauslösen.

    Das Kokosfleisch ist nicht nur ein leckerer Snack, sondern kann auch als Zutat in vielen Gerichten Verwendung finden, etwa als exotische Panade für Fisch oder Zutat in Suppen, Salaten, Curry-Gerichten oder einer Erdnuss-Kokos-Bowl mit Pak Choi.

    Lebensmittel unterscheiden sich. Die auf den Lebensmittelverpackungen aufgedruckten Anweisungen haben Vorrang vor denen, welche in diesem Artikel genannt werden, und müssen immer befolgt werden.
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