Holunderbeerensirup selber machen – so geht’s 6. September 2017

Von Ebru Essen

Holunderbeerensirup selber machen – so geht's

Was früher als Abwehrmittel gegen schwarze Magie und Hexen galt, hält uns heute im Alltag fit und vital. Von August bis Oktober sind die Holunderbeeren erntereif und sorgen auf unseren Spaziergängen für optische Farbtupfer. Die Beeren, auch Holler oder Fliederbeeren genannt, überzeugen durch ihren einzigartigen, recht herben Geschmack, ihre vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten in der Küche und ihren großen Gesundheitswert! Gerade in der kalten Jahreszeit schützen uns die wertvollen Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe der Holunderbeeren gegen Erkältungen und andere Beschwerden – warum also nicht genau jetzt aus dem frischen Holunder einen leckeren Sirup für den ganzen Winter kochen?

Wenn Ihr die Beeren nicht gerade im Internet kauft oder im Supermarkt Eures Vertrauens bekommt, könnt Ihr sie auch einfach draußen selber pflücken. Holundersträuche wachsen gerne in der Nähe von Behausungen, haltet einfach im nächsten Park oder Garten nach ihnen Ausschau! Die Beeren wachsen in Dolden und sind erntereif, wenn die Früchte eine kräftige, dunkle Farbe erreicht haben.

Holunderbeeren nur gekocht verzehren

Holunderbeeren enthalten das schwach giftige Sambunigrin – das erzeugt beim Verzehr im rohen Zustand Erbrechen, Schwindel, Durchfall oder sogar Seh- und Herzrhythmusstörungen. Beim Erhitzen der Beeren wird dieser Inhaltsstoff aber unwirksam.

Und so geht’s: Holunderbeerensirup selber machen

Holunderbeerensirup selber machen – so geht's
Rezept für 3 Flaschen (à 500 ml) Holunderbeerensirup

Zutaten

  • 1000 g Holunderbeeren, schwarz, abgezupft, gewaschen
  • 1200 ml Wasser
  • 200 g Zucker
  • 2 Zitronen
  • 1600 g Zucker, je nach Saftgewicht

Zubereitung

  1. Schwarze Holunderbeeren mit einer Gabel abzupfen, waschen und die einzelnen grüne Beeren aussortieren. Gereinigte Beeren in einem grossen Gefäss mit 1200 ml Wasser zudecken und im Kühlschrank 24 Std. reifen lassen.
  2. Dann Beeren-Wasser-Mischung mit einem Stabmixer mixen und mit 200 g Zucker und dem Zitronensaft von zwei Zitronen aufkochen. Alles mit einem grösseren Sieb absieben.
  3. Den Saft abwiegen und mit gleich viel Zucker (1:1) aufkochen. Noch heiss in vorgewärmte Flaschen oder Gläser randvoll abfüllen und sofort verschliessen. Mit einem Tuch zudecken und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Lasst Euch vom einzigartigen Geschmack der Beeren überraschen und verfeinert Euer Glas Mineralwasser, Euren Tee oder ein Gläschen Sekt mit unserem Sirup. Kleiner Tipp: Aus unserem Holunderbeerensirup lässt sich auch ein köstlicher Glühwein zaubern!

Wie wäre es beim nächsten Mal vielleicht mit Holunderblütensirup? Lasst uns in den Kommentaren wissen, ob Ihr Euch auch dazu das Rezept zum Selbermachen wünscht!

Bis dahin liebe Grüße,
Eure Ebru

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2 Kommentare

Gudrun sagt:

Hallo Ebru,
danke für das Rezept. Es ist wirklich ganz wichtig, die grünen Beeren auszusortieren, denn sonst wird der Sirup (oder das Gelee, je nach dem, was man zubereitet) bitter! Das ist mir mal passiert und ich wußte nicht, warum es nicht geklappt hat, bis mir jemand gesagt hat, dass es an den grünen Beeren lag. War schade ums Gelee und um die Zeit!!
Leider habe ich noch nicht rausgefunden, wie man aus den Blüten Sirup macht. Fände ich auch sehr interessant!
Grüße, Gudrun

Ebru sagt:

Liebe Gudrun,

danke für Deinen Hinweis aus eigener Erfahrung! Verrückt, wie schon ein paar grüne Beeren den Geschmack verändern können.
Im Frühling, sobald die Holunderblüten wieder blühen, gibt es von uns dann auch das Rezept für den süßen Holunderblütensirup! 🙂

Ganz liebe Grüße,
Ebru

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