Bohnenkraut einfrieren: für einen frischen Vorrat über Monate

27. November 2023
Von Hellofresh Kochen & Backen

    Wusstest Du, dass Bohnenkraut nicht nur einem herbstlichen Bohneneintopf oder einer Gemüsebeilage wie grünen Bohnen ein besonders intensives Aroma verleiht? Du kannst damit unter anderem auch Salate oder Kräuterquark verfeinern. Und mit sparsam dosiertem, feingehacktem Bohnenkraut verleihst Du sogar Dips das besondere Etwas.

    Übrigens: Bohnenkraut steckt zusammen mit Rosmarin, Oregano, Thymian und weiteren Würzkräutern auch in der beliebten Mischung „Kräuter der Provence“. Wenn Du mit Bohnenkraut und anderen Zutaten gerne mal etwas Neues ausprobieren möchtest, warten zahlreiche leckere Rezepte wie gefüllte Putenröllchen mit Tomaten-Schmand-Soße und Kartoffel-Bohnen-Salat oder Pappardelle in Gorgonzola-Soße auf Dich.

    Bohnenkraut trocknen oder einfrieren?

    Um für Salatdressings, Dips oder Quark jederzeit frisches Bohnenkraut zur Hand zu haben, kann man Bohnenkraut auch einfrieren. Das bedarf weniger Vorbereitung als das Trocknen. Außerdem behält Bohnenkraut beim Einfrieren bis zu vier Monate sein volles Aroma und alle wertvollen Inhaltsstoffe. Auch die Lagerung im Tiefkühler ist unkompliziert und hygienisch einwandfrei.

    Getrocknetes Bohnenkraut schmeckt zwar noch nach mehr als einem Jahr sehr intensiv, allerdings ist das Trocknen deutlich aufwendiger: Zum Trocknen muss das Kraut entweder zu kleinen Sträußen gebunden werden oder es kommt auf einem Blech für einige Stunden in den Backofen oder in ein Dörrgerät. Danach muss es für die Aufbewahrung in einem luftdichten Gefäß aufgehoben werden. Frisches Bohnenkraut einzufrieren ist demnach die deutlich schnellere Variante.

    Ob Du Bohnenkraut trocknen oder einfrieren solltest, hängt unter anderem davon ab, wofür und wie lange Du es verwenden möchtest. Auch die Menge, die Du konservieren möchtest und Deine verfügbare Zeit spielen eine Rolle. Es ist also vor allem eine Entscheidung durch den Faktor Zeit, welche Methode Du zum Konservieren bevorzugst.

    Bohnenkraut einfrieren: die Vorbereitung

    Bohnenkraut einzufrieren, ist leichter, als man denkt. Wie bei Gemüse kommt es auch bei Kräutern darauf an, dass Du eine geeignete Verpackung wählst. Bohnenkraut lässt sich in sehr unterschiedlichen Behältnissen einfrieren:

    • Eiswürfelbehälter eignen sich hervorragend zum Einfrieren von Bohnenkraut und anderen Kräutern. Fülle die Blätter einfach in die Fächer und verschließe den Eiswürfelbehälter luftdicht, bevor Du ihn in den Tiefkühlschrank legst. Dein Eiswürfelbehälter verfügt nicht über eine entsprechende Abdeckung? Kein Problem! Dann erfüllt auch Frischhaltefolie – fest um den Behälter gewickelt – diesen Zweck.
    • Besonders gut behält Bohnenkraut beim Einfrieren sein Aroma, wenn Du es vakuumverpackst. Besitzt Du ein entsprechendes Gerät, kannst Du das tiefgekühlte Bohnenkraut länger verwenden als beim Frosten in herkömmlichen Verpackungen. Das liegt daran, dass das Gefriergut beim Vakuumieren absolut luftdicht verschlossen wird und somit kein Sauerstoff an das Bohnenkraut gelangt.

    Egal, ob Du Dich für Zipper-Beutel, Eiswürfelbehälter oder Edelstahldosen entscheidest, achte bei der Verpackung in jedem Fall auf folgende Eigenschaften:

    • luftdicht
    • reißfest
    • kältebeständig
    • lebensmittelecht
    • geschmacksneutral
    • geruchlos
    • unempfindlich gegen Säuren
    • geeignete Größe

    Wählst Du zum Einfrieren von Bohnenkraut wiederverwendbare Behälter, sollten sie auch hitzebeständig und spülmaschinengeeignet sein.

    Frisches Bohnenkraut einfrieren: So einfach geht’s

    Damit der Geschmack auch nach dem Einfrieren so intensiv bleibt, solltest Du nur wirklich frisches Bohnenkraut einfrieren. Warte also mit dem Frosten nicht zu lange, wenn Du vom Frischemarkt zurückkommst. Falls Du einen Garten hast, gilt dasselbe: Bohnenkraut ernten und direkt einfrieren. Beginnt das Bohnenkraut bereits, weich zu werden, hat es schon einen Teil seines Aromas verloren und das Einfrieren lohnt sich nicht mehr.

    Und so gehst Du vor, wenn Du Bohnenkraut einfrieren möchtest:

    1. Säubern: Hygienisch einwandfreies Einfrieren beginnt mit dem Säubern. Spüle das Bohnenkraut dazu vorsichtig unter fließendem, kaltem Wasser ab oder schwenke es in einer Schüssel mit Wasser. Achte dabei darauf, die zarten Blätter nicht zu verletzen. Tupfe das Bohnenkraut anschließend behutsam mit Küchentüchern trocken.
    2. Stiele entfernen: Wenn Du das Bohnenkraut später für Dressings, Dips oder ähnliche Rezepte verwenden möchtest, empfiehlt es sich, die Blätter mit einer Küchenschere vom Stiel zu trennen. Verwendest Du das Bohnenkraut nach dem Einfrieren ausschließlich zum Kochen, kannst Du alternativ auch darauf verzichten und das Bohnenkraut mit Stiel einfrieren.
    3. Streufähigkeit sichern: Trennst Du die Blätter vom Stiel, sollten sie nicht zusammenkleben. Verteile die kleinen Blätter gleichmäßig auf etwas Flachem, zum Beispiel auf einem Küchenbrett oder dem Boden einer Springform. Anschließend kannst Du das Bohnenkraut einfrieren. Fülle die Blätter, sobald sie gefroren sind, in eine luftdichte Verpackung um. Auf diese Weise lässt sich das Bohnenkraut später leicht portionieren.

    Entscheidest Du Dich dafür, das Bohnenkraut mit Stiel einzufrieren, kannst Du es direkt nach dem Abtrocknen in die Gefrierbehälter füllen.

    Bohnenkraut nach dem Einfrieren verwerten

    Grundsätzlich solltest Du beim Einfrieren von Bohnenkraut auch auf die richtige Kühltemperatur achten. Sie sollte konstant bei -18 Grad Celsius liegen. Tiefgekühltes Bohnenkraut hält sich etwa 3 bis 4 Monate. Verbrauchst Du es in dieser Zeit nicht, verliert es zunehmend an Aroma.

    Auftauen musst Du das Bohnenkraut nach dem Einfrieren nicht. Gib es einfach direkt in die Suppe, das Dressing oder jedes andere Gericht, das Du damit zubereiten willst. Möchtest Du das Bohnenkraut dennoch lieber auftauen, dann lege es für ein paar Stunden in den Kühlschrank, anstatt es bei Zimmertemperatur zu lagern. Die zarten Blätter tauen sonst zu schnell auf und verlieren an Geschmack.

    Lebensmittel unterscheiden sich. Die auf den Lebensmittelverpackungen aufgedruckten Anweisungen haben Vorrang vor denen, welche in diesem Artikel genannt werden, und müssen immer befolgt werden.
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