Gemüsebrühe selber machen 4. Dezember 2018

Von Elisabeth Wissen & Ideen

Spätestens das Wetter der letzten Tage hat es uns wohl bewiesen: Der Winter hält so langsam Einzug. Und obwohl wir Schnee und kristallklare Luft, Tannengrün und leckere Weihnachtsmarkt-Naschereien lieben – eines magst Du bestimmt ebenso wenig wie ich: Erkältungen! Dabei gibt es neben den eher medizinisch-pflanzlichen Erkältungshelfern auch ein ganz bestimmtes Rezept, dass einfach rundum guttut, wenn die Nase läuft und der Schüttelfrost zugeschlagen hat: Gemüsebrühe! Oder auch Hühnersuppe. Zeit also, Dir zu zeigen, wie Du Gemüsebrühe selber machen kannst.

Der Feinschliff bei einer Brühe: Frisch gehackte Petersilie

Gemüsebrühe selber machen in der kalten Jahreszeit

Gemüsebrühe ist nicht nur die würzige Basis unzähliger Gerichte rund um das ganze Jahr, sie hilft auch gegen Kältegefühle und fungiert als würzig-leckerer Seelentröster. Gerade in den kühleren Herbst- und Wintermonaten ist es darum eine gute Idee, immer ausreichend Brühe zur Verfügung zu haben, um wirklich für alle Eventualitäten gewappnet zu sein 😉 .

Gemüsebrühe selber machen - so geht's

Kleiner Exkurs: Warum hilft Hühnersuppe eigentlich bei Erkältungen?

Dass eine Hühnersuppe (die ja auch aus heißer Brühe besteht) bei Erkältungen hilft, gilt als eine von Omas Weisheiten. Wurdest Du auch mit heißer Hühnersuppe versorgt, wenn Du als Kind krank im Bett gelegen hast? Böse Zungen behaupten ja heutzutage, das läge an den verschiedenen Antibiotika, die den Hühnern gegeben werden.

Hühnersuppe in der Zubereitung

Tatsächlich gibt es jedoch schon wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit von Hühnersuppe: Sie enthält Bestandteile, die endzündungshemmend wirken und sorgt auch dafür, dass die Schleimhäute abschwellen. Außerdem liegt Zink, der Anti-Erkältungs-Mineralstoff, organisch gebunden in der Suppe vor – und kann so noch besser vom Körper aufgenommen werden. Unser Fazit: Halte Deine Suppenlöffel bereit!

Fertige Hühnersuppe

Gemüsebrühe selber machen – die Vorteile

Klar, auch im Fall der Gemüsebrühe lohnt sich das Selbermachen:

  1. „Cleane“ Inhaltsstoffe: Kein Glutamat, keine Hefeextrakte, keine Zusatz- oder Konservierungsstoffe. In Deine Gemüsebrühe kommt neben Wasser lediglich das Gemüse, welches Du aussuchst.
  2. Aufbewahrung: Wer denkt, der riesige Topf Brühe würde ewig herumstehen und die Brühe so nur schnell verderben, liegt falsch! Unsere Gemüsebrühe kannst Du ganz einfach Eiswürfelweise einfrieren und dann bei Bedarf aus dem Gefrierfach herausholen. Genauso praktisch wie ein Brühwürfel!
  3. Resteverwertung: Du hast ein paar Gemüsereste, aus denen sich keine Mahlzeit zubereiten lässt und willst sie nicht einfach wegschmeißen? Gemüsebrühe selber machen lautet die Antwort! Mein Vater erzählt aus seinen Lehrzeiten zum Koch immer, dass einfach jegliche Küchenabschnitte in den großen „Brühetopf“ gewandert sind. Und die Brühe war immer köstlich. Zwiebeln und Co. kannst Du außerdem auch einfach mitsamt der Schale verwerten – einfacher geht’s nicht.

Gemüsebrühe selber machen

Gemüsebrühe selber machen – So geht’s

Nun aber genug der Vorrede! Erfahre in unserem Video, wie Du eine leckere Gemüsebrühe selber machen kannst. Ein weiteres, abgewandeltes Rezept findest Du weiter unten.

Unser Rezept zum Gemüsebrühe selber machen

Gemüsebrühe zum Selbermachen

Zutaten

  • 1 bis 2 Zwiebeln
  • 2 bis 3 Möhren
  • 3 bis 4 Selleriestangen
  • 4 bis 5 Thymianzweige
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 kleines Bund Petersilie
  • 1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
    Optional zum Verfeinern: Lauch (vor allem das Grüne), Fenchel, Tomaten, Pilze, Pastinaken

Zubereitung

  1. Gemüse und Kräuter zusammensuchen: Zwiebeln, Karotten und Sellerie geben der Brühe einen tollen Grundgeschmack. Du kannst sie mit den zusätzlichen Gemüsesorten von oben verfeinern.
  2. Das Gemüse grob schneiden: Das Gemüse waschen und grob schneiden. Du brauchst es nicht schälen, außer Du bist unbedingt dafür. (Manche raten sogar dazu die Zwiebelschale dran zu lassen!) Das Gemüse und die Kräuter in einen großen Topf geben (darauf achten, dass der Topf groß genug für alle Zutaten und noch Wassen obendrauf ist).
  3. Mit Wasser bedecken und köcheln lassen: Das Gemüse mit genug Wasser bedecken, sodass Du es leicht umrühren kannst. Weniger Wasser sorgt dafür, dass Deine Brühe konzentrierter im Geschmack wird; mehr Wasser lässt die Brühe wässriger schmecken. Den Topf auf die mittlere Hitzestufe setzen und es köcheln lassen. Wenn Du die ersten Bläschen und Dampf auf der Oberfläche siehst, die Hitze herunterstellen.
  4. Für 1 Stunde kochen lassen: Das ist keine in Stein geschriebene Regel, aber eine Stunde reicht normalerweise aus, um das Wasser genug mit "Gemüsegeschmack" vollzuziehen. Ab und zu umrühren, um das Gemüse durchzumischen.
  5. Sieben und lagern: Den Topf von der Hitze nehmen und das Gemüse mit einem Schaumlöffel entfernen. Das Sieb über eine große Schüssel halten, die mit Kaffeefiltern ausgelegt ist. Die Gemüsebrühe darüberschütten. Die entstehende Flüssigkeit in die Eiswürfelbehälter füllen, abkühlen lassen und einfrieren.

Eine Tasse Brühe tut gut!

Unser Fazit zum Gemüsebrühe selber machen

Wie Du siehst, ist es weder schwer noch besonders zeitintensiv, eine einfache Gemüsebrühe selber machen zu können. Alles was Du brauchst sind Gemüse(-reste), Gewürze, frische Kräuter (ich nehme am allerliebsten übrigens Liebstöckel, auch bekannt als Maggi-Kraut) und Wasser. Auch das Aufbewahren ist mit unserer Methode kinderleicht und platzsparend obendrein. Ich bin gespannt, wie Dir Deine erste, selbst gemachte Gemüsebrühe schmecken wird! Lass es mich gerne wissen.

Liebe Grüße
Elisabeth

PS: Falls Du jetzt im Suppenfieber bist, dann probiere doch auch unser leckeres Rezept für Hühnersuppe! Perfekt für die kalten Tage und Nächte!

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3 Kommentare

Dirk sagt:

Wie viele Eiswürfel braucht man denn ungefähr für einen Liter Brühe, wie sie in den Rezepten verwendet wird? (Man muss ja hoffentlich nur ein paar Würfel in ein Liter Wasser geben und das wird dann die Brühe – oder muss man für einen Liter einen Liter Brüheiswürfel auftauen?)

Ebru sagt:

Lieber Dirk,

tut mir Leid, dass die Antwort so lange hat auf sich warten lassen!
Ein Eiswürfel pro 500 ml Flüssigkeit sollte ausreichen. Wenn du es etwas würziger magst, nimm am besten direkt zwei. 🙂

Liebe Grüße
Ebru

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