Bayerische Spezialitäten auf dem Oktoberfest 16. September 2016

Von Ebru Wissen & Ideen

Bayerische Spezialitäten auf dem Oktoberfest: Bier

Servus! Auf den Wiesn in München heißt es wieder „O’zapft is!“ und eine kunterbunte Mischung von Besuchern tummelt sich auf dem Oktoberfest. Die passende Gelegenheit, um selbst ein paar bayerische Spezialitäten auszuprobieren, oder?

Wir sind jedenfalls total im Oktoberfest-Fieber und haben auch schon eine kleine Feier in Dirndl und Lederhosen in unserem Berliner Büro veranstaltet. Dabei waren wir super neugierig und wollten von unseren Münchner Kollegen erfahren, welche bayerischen Spezialitäten es auf dem Oktoberfest gibt und welche sie am liebsten essen.

Eine kleine Auswahl dieser Schmankerl möchte ich Euch hier vorstellen.

Das (Wiesn)Hendl

Ein richtiger Klassiker auf dem Oktoberfest ist das halbe Grillhähnchen, in Bayern liebevoll „Hendl“ genannt. Das knusprige Hendl ist eine der „günstigeren Delikatessen“ auf dem Oktoberfest, an der kaum einer während seines Besuches vorbeikommt.

Ein Tipp: Direkt bei Ankunft schon das Hendl bestellen – später, wenn es voller und hektischer wird, werden die halben Hähnchen nicht mehr so schön knusprig gebraten. 😉

Ochsenbraten

Eine Spezialität, die sogar ein ganzes Zelt auf dem Oktoberfest einnimmt! Die Ochsenbraterei gibt es schon seit 1881 auf der Wiesn in München und sie war damals schon eine Attraktion: Johann Rössler, Metzger und Gründer der Ochsenbraterei, präsentierte eine Maschine, die nur für das Ochsenbraten entwickelt wurde. Auch 135 Jahre später erfreuen sich die Besucher auf der Theresienwiese noch an seiner (modernisierten) Erfindung.

Die „Beilagen“

Fallen Euch auf Anhieb ein paar typisch bayerische Beilagen ein? Freilich, Knödel und Spätzle! Egal ob Semmel- oder Kartoffelknödel, Spätzle mit oder ohne Käse – für die meisten Menschen sind diese Gerichte mehr als bloß langweilige Beilagen. Die machen ordentlich satt und lassen sich mit der richtigen Soße auch problemlos ohne Fleisch und Co. genießen.

Brotzeitbrettl

Auch eine ordentliche Brotzeit bekommt man auf dem Oktoberfest. Meist probiert man sich direkt nach der Ankunft durch den bayerischen Spezialitätenteller – das schafft eine wichtige Grundlage! Brot und Aufschnitte liegen bereit, es geht von Speck und Salami über Blutwurst und Obatzter. Ob man nun ein Typ für Blutwurst ist oder nicht, muss natürlich jeder selbst wissen. 😉 Essiggurken dürfen jedoch nicht fehlen!

Weißwurst

Natürlich gibt es auf „da Wiesn“ auch Weißwurst! Eine bayerische Spezialität, die wirklich jeder kennt, selbst hoch oben im Norden. Aber wusstet Ihr, dass man die Weißwurst nach alter Tradition nicht nach 12 Uhr mittags isst? Früher wurde das Brät, also das Hackfleisch für die Wurst, früh morgens roh in Schweinedarm verpackt. Da es noch keine Kühlschränke gab, musste die Wurst also schleunigst bis spätestens mittags gegessen werden – sonst verdarb sie.

Nicht vergessen: die Weißwurst wird vor dem Verzehr geschält und süßer Senf darf dabei nicht fehlen! 😉

(Wiesn)Brezen

Zugegeben, Laugenbrezel essen wir auch im Ruhrgebiet oder in Berlin. Aber wer die Wiesn Brezen in „Minga“ (München) probiert hat, kennt den Unterschied. Die frischen und warmen Brezen sind nicht nur riesengroß, sie schaffen es auch auf irgendeine Weise knusprig und gleichzeitig butterweich zu sein – einfach himmlisch! Das gibt es wirklich nur in Bayern!

Die Maß…

… darf bei dieser Auflistung nicht fehlen! Eine Maß ist ein ganzer Liter Bier – und nein, es heißt nicht „eine Maß Bier“, sondern einfach nur „oa Maß“.
Obacht(!) – dieses helle Bier ist deutlich stärker als normales. Eine Grundlage mit den vorhergegangenen bayerischen Spezialitäten zu schaffen ist also sehr empfehlenswert. Wer nicht so viel trinken kann oder möchte, sollte sich am besten ein Radler bestellen (Radler-Maß). Einen sogenannten „Bausatz“, Limonade und Bier, bestellt man, wenn es im Zelt kein Radler gibt.

Übrigens: In der kommenden Woche stellen wir Euch noch drei leckere Bierrezepte vor, also bleibt gespannt!

Und was gibt’s Süßes?

Leckeren Kaiserschmarrn bekommt man auf dem Oktoberfest in wirklich jedem Zelt – und nächste Woche auch bei uns im Blog. 😉

Haben wir Euren Appetit auf bayerische Spezialitäten jetzt geweckt?

Ich habe für Euch noch ein Rezept, das Euch ganz bestimmt in Oktoberfest-Stimmung bringt. Wer nächste Woche unsere HelloFresh Box bekommt, kann sich schon auf etwas freuen. Für alle anderen kommt hier das Rezept zum Nachkaufen und Nachmachen!

Bratwürstchen mit Krautsalat und Laugenstangen

Bayerische Spezialitäten auf dem Oktoberfest: Würstchen mit Krautsalat

Rezept für 2 Personen

Zutaten

450 g Spitzkohl
2 Rüebli
1 rote Zwiebel
2 g gemahlener Kümmel
2 Laugenstangen (zum Aufbacken)
4 Bratwürstli (Nürnberger)
10 g Petersilie
Salz
Bouillon
Öl

Zubereitung

  1. Spitzkohl halbieren, Strunk entfernen, dann fein hobeln. Rüebli schälen und fein raffeln. Zwiebel abziehen und fein hacken. Alles in einer grossen Schüssel mischen und ein wenig salzen. In einem kleinen Topf 100 ml heisse Bouillon vorbereiten.
  2. Eine grosse beschichtete Bratpfanne erhitzen, Kohl-Mischung darin mit heisser Bouillon übergiessen und einmal aufkochen, 5 Min. weiterköcheln lassen, dann Pfanne vom Herd nehmen und ziehen lassen.
  3. Laugenstangen auf einem mit Backpapier belegten Backblech auf der mittleren Schiene im Ofen 5 Min. fertigbacken.
  4. In der Pfanne 1 TL Öl bei mittlerer Hitze erwärmen, Bratwürste darin ca. 3 Min. je Seite anbraten, bis sie gold-braun sind. Alles auf einem Teller anrichten, mit Petersilie bestreuen und geniessen 🙂

Ich hoffe, Ihr seid auf den Geschmack gekommen!

Viel Spaß beim Ausprobieren und „an Guadn“ (guten Appetit 😉 ),
Eure Ebru

Bayerische Spezialitäten auf dem Oktoberfest: Bier

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