Der HelloFresh Küchenmesser Guide 7. Juni 2019

Von Elisabeth Unsere Küchenhelfer

Mein Vater ist Koch, Küchenmeister sogar. In unserem Haushalt hat sich seit jeher ein überdimensional großes Arsenal an wirklich sehr scharfen Messern befunden – und jedes hatte seinen ganz besonderen Platz. Damit meine ich nicht nur, wie es aufbewahrt wurde, nein. Zum Zwiebel schälen gab es ein kleines, rundes Messer – zum Zwiebel schneiden dann aber wieder ein sehr großes Messer. Wenn Dich die vielen Messer der Küche bisher verwirrt haben, dann kannst Du jetzt durchatmen, denn hier kommt unser HelloFresh Küchenmesser Guide 😊 !

Der HelloFresh Küchenmesser Guide

Wie sind Küchenmesser aufgebaut?

Bevor es um die einzelnen Messer an sich geht, wollen wir uns kurz abgucken, welche Bestandteile zu einem Küchenmesser gehören. Grob unterteilt sind das:

  • Klinge, Messerrücken und Schneide (auch als Grat bezeichnet)
  • Kropf (der Übergang von Klinge in den Griff)
  • Griff (mit Nieten oder ohne)
Ein gutes Küchenmesser

Wie Du auf dem Bild des Santoku Messers sehen kannst, gibt es noch weitere Bestandteile eines Messers: Zum Beispiel ragt die Schneide in den Griff des Messers hinein, diesen Teil bezeichnet man als Erl. Der Erl sorgt dafür, dass das Messer eine bessere Balance hat. Es ist wichtig, dass er fugenlos mit dem Griff verbunden ist, da sich in den Zwischenräumen sonst Bakterien vermehren können. Dann gibt es noch die Nieten – sie befestigen den Griff am Messer. Achte darauf, Messer zu kaufen, bei denen die Nieten Teil des geschmiedeten Erls sind, da aufgesetzte Nieten häufig schneller rosten. Beim Santoku Messer gibt es außerdem noch die Kullen, die kleinen Vertiefungen in der Klinge. Sie sorgen dafür, dass beim Schneiden Luft zwischen das Schneidgut und die Klinge kommt, so bleibt nichts an der Schneide kleben.

Unsere Küchenmesser

Was macht gute Küchenmesser aus?

Messer ist eben nicht gleich Messer! Jeder, der ein Mal mit einem wirklich scharfen Küchenmesser gekocht hat, weiß: Das Schneiden ist wirklich ein Schneiden und kein Drücken, Zellsäfte -deren Aromen sich beim Kochen nach und nach entfalten sollen- treten nicht vorzeitig aus, und wirklich jede Aufgabe in der Küche (Schneiden, Hacken, Haut und Fett von Fleisch entfernen) geht mit dem richtigen Messer kinderleicht von der Hand. Doch woran erkennst Du gute Küchenmesser?

  • Klinge, Erl und wenn vorhanden Nieten sind aus einem Stück geschmiedet und nicht aufeinander aufgesetzt.
  • Das Küchenmesser liegt gut in der Hand und ist gut ausbalanciert.
  • Klinge und Griff sind nahtlos miteinander verbunden, sodass keine Flüssigkeiten dazwischenkommen können.
  • Das Messer ist sehr scharf – und hält diese Schärfe auch lange.

Mit Wellenschliff - das Brotmesser

Unser Küchenmesser Guide

So, jetzt aber zu den unterschiedlichen Messern in der Küche. Da es unzählige Variationen gibt, habe ich mich mit den HelloFresh Köchen beraten, welche Messer absolut sinnig in der Hobbyküche sind und Dir das beste Kocherlebnis bieten. Und hier sind sie:

Übersicht Küchenmesser

Und was können unsere Messer so alles? Finde es heraus 😉 !

Das Kochmesser

Das Kochmesser

Das Santoku Messer

Das Santoku Messer

Das Filetiermesser

Das Filetiermesser

Das Brotmesser

Das Brotmesser

Das Ausbeinmesser

Das Ausbeinmesser

Das Tourniermesser

Das Tourniermesser

Du solltest aber, bevor Du losziehst und Dir ein Set teurer Küchenmesser zulegst, erst einmal beobachten, welche Arbeiten Du in der Küche oft erledigst. Klar, Vegetarier benötigen kein Ausbeinmesser. Aber auch ein Filetiermesser muss für den Anfang nicht unbedingt sein. Analysiere erst einmal, welches Messer Du wirklich brauchst. Falls Du nur ein gutes Messer haben möchtest, dann würde ich Dir das Kochmesser empfehlen, weil es für den Anfang mit seiner Vielseitigkeit genau das Richtige ist (gleiches gilt für das Santoku Messer). Für mich kommt danach das Tourniermesser, da es zum Schälen und zum Obst schneiden unerlässlich ist. Und, wenn Du wie ich ein Käseliebhaber bist, dann darf ein gutes Käsemesser auf gar keinen Fall fehlen 😀 !

Alle Küchenmesser

Unterschiede Bei Küchenmessern

Ganz wichtig für Dich, als angehender Messerprofi, ist zu verstehen, welche unterschiedlichen Messertypen es gibt – vom Material her. Denn: Messerschneiden und -griffe können aus vielen Materialien hergestellt werden. Bei den Klingen gibt es zum Beispiel:

  • Keramik
  • Edelstahl
  • Damaststahl

Jede Klingenvariante bietet Vor- und Nachteile. Keramik ist sehr hart und bleibt lange scharf – die Klinge kann jedoch schnell brechen und sollte nur professionell nachgeschliffen werden. Damastmesser sind durch die unterschiedlich harten Lagen aus Stahl und Eisen besonders flexibel, stabil und bleiben äußerst lange scharf; außerdem können sie besonders scharf geschliffen werden. Durch den Eisenanteil sind sie aber leider anfällig für Rost – außerdem dürfen sie nur auf dem Schleifstein nachgeschliffen werden. Die gute Mischung für den Anfang Deiner Hobbykoch-Karriere stellt das Edelstahlmesser dar. Die Messer sind rostfrei und brechen nicht, außerdem kannst Du sie selbst schärfen.
Auch der Griff eines Messers kann aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt werden: Holz, Kunststoffe, früher wurde sogar Horn als Griff verwendet. Der Vorteil gegenüber Kunststoff zu Holz besteht darin, dass Holz durch das Abwaschen des Messers mit der Zeit aufquellen kann. Bei Kunststoff passiert das nicht. Wichtig ist auch, dass der Griff Deiner Küchenmesser ergonomisch geformt ist, sodass sie sicher in der Hand liegen und das Schneiden mit ihnen nicht anstrengend wird.

Gekreuzte Messer

Wie behandelst Du gute Küchenmesser richtig?

Da Du für gute Messer auch mehr Geld zahlst, lohnt es sich zu wissen, wie man Küchenmesser pfleglich behandelt, sodass Du lange Freude an ihnen hast. Hier unsere Tipps:

Achte auf die Unterlage

Zu harte Unterlagen (z.B. Stein, Marmor, Metall) lassen kleine Risse in der Klinge entstehen oder führen dazu, dass Deine Messer schneller stumpf werden. Benutze daher Bretter aus Holz oder Kunststoff, so bist Du auf der sicheren Seite.

Die Klinge nur zum Schneiden nutzen

Klingt simpel, aber erstaunlich viele Menschen haben immer noch die furchtbare Angewohnheit, ihr geschnittenes Gemüse oder Fleisch mit der Messerschneide in den Topf oder die Pfanne zu schieben. Das schadet aber der Klinge und lässt sie stumpf werden. Ein einfacher Trick: Drehe das Messer in der Hand, sodass Du das Schneidgut mit dem Messerrücken, anstelle der Schneide, schiebst.

Nur zum Schneiden benutzen: Das Kochmesser

Reinigung

Wasche Deine Messer nach der Benutzung ab und stelle sie niemals in die Geschirrspülmaschine! Lieber alles von Hand abwaschen, gründlich mit klarem Wasser abspülen und dann auch gleich abtrocknen und wieder verstauen. Holzgriffe und Klingen aus Damaststahl freuen sich über eine gelegentliche Behandlung mit einem säurearmen Öl.

Lagerung guter Küchenmesser

Bei der Aufbewahrung von Küchenmessern ist es eigentlich nur wichtig, dass die Klingen nicht „aneinandergeraten“, sobald Du ein Messer brauchst. Am besten separierst Du die Messer mithilfe eines Messerblocks, einer Magnetleiste oder Einschüben für Küchenschubladen.

Pflege der Klinge

Auch ein gutes Messer wird eines Tages seine Schärfe verlieren. Solltest Du nicht geübt im Umgang mit Wetzstahl oder Schleifstein sein, dass überlasse den Grundschliff lieber einem Profi. Danach wirkt die Klinge wieder wie neu 😉 .

Kleines Tourniermesser

Puh, das waren jede Menge Infos! Ich hoffe, Du hast etwas für Dich mitnehmen können und vielleicht gab es ja auch die ein oder andere Überraschung? Zum Thema „Schneidetechniken“ planen wir auch schon einen Blogpost, also schau wieder vorbei 😉 . Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß beim Entdecken, dass Kochen mit wirklich guten Küchenmessern die (Küchen-)Lebensqualität tatsächlich um ein Vielfaches verbessert!

Liebe Grüße
Elisabeth

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